Baugrunderkundung – Geotechnische Erkundung

Hochwasserschutz Schwandorf | Naab

Rammbohrung vom Ponton aus

Steckbrief

Menge Bohrungen: 14 an Land, 12 vom Ponton aus in der Naab


Bohrverfahren: Rammkernbohrung, durchgehend verrohrt, DN ≥ 140 mm, Rotationskernbohrung mit Spülung im Fels


Endteufen: 10 m bis 15 m


Geologie: Lockergestein über Fels


 

HIGHLIGHTS

  • 12 Kernbohrungen mitten in der Naab
  • Einsatz eines TÜV-geprüften Bohrpontons
  • Ramm- und Rotationskernbohrung, 10 bis 15 m tief

Projekt­­beschreibung

Baugrunderkundung für den Hochwasserschutz Schwandorf

Für den geplanten Hochwasserschutz in Schwandorf wurde der Baugrund entlang der Naab erkundet, an Land und direkt im Fluss. Ein Teil der Kernbohrungen wurde vom Ponton aus ausgeführt.

Projektziel
Schwandorf liegt an der Naab. Für die Planung des Hochwasserschutzes in Ettmannsdorf und weiteren Stadtteilen waren belastbare Baugrunddaten nötig, an Land ebenso wie in der Flusssohle. Die Erkundung bildet die Grundlage für den geotechnischen Bericht. Dieser umfasst die Festlegung der Homogenbereiche, die Bodenkennwerte, Aussagen zur Gründung von Bauwerken bis mindestens 10 m Tiefe in der Naab und Varianten für die Baugrubenumschließung.

Projektherausforderungen
Ein Teil der Aufschlüsse lag nicht am Ufer, sondern mitten in der Naab. Zur Steuerung des Pontons in einem Binnengewässer ist ein Bootsführerschein erforderlich. Die Endteufe der Bohrungen richtete sich nach dem Felshorizont, den es nach Tiefenlage und Beschaffenheit zu erkunden galt.

Technische Umsetzung

  • Aufschlüsse an Land: 14 Kernbohrungen, Endteufen 10 bis 15 m
  • Aufschlüsse in der Naab: 12 Kernbohrungen vom Ponton aus, Endteufen 10 bis 15 m
  • Bohrverfahren: Rammkernbohrung im Lockergestein, durchgehend verrohrt, im Fels Rotationskernbohrung mit Spülung
  • Bohrdurchmesser: mind. 140 mm
  • Probengewinnung: vollständige Kerngewinnung, Bodenproben je Meter und bei Schichtwechsel, Kategorie B nach DIN EN ISO 22475-1
  • Grundwasser: Einmessen des angetroffenen Wasserstands je Bohrung
  • Verfüllung: Kiessand, an Land mit oberem Abschluss aus Quellton (Tonpellets)

Gerätetechnik und Logistik
Alle Bohrungen wurden mit dem Kleinbohrgerät HD70 ausgeführt, an Land ebenso wie in der Naab. An Land waren die Ansatzpunkte über öffentliche Straßen und befestigte Wege erreichbar. Für die Bohrungen im Fluss wurde das Kleinbohrgerät HD70 auf einem Ponton als schwimmender Bohrplattform eingesetzt. Zur Vorbereitung musste eine Pontonstatik erstellt werden, bei der alle Geräte und Ausrüstungsgegenstände berücksichtigt wurden. Das Ponton wurde mit einen Schubboot in der Naab manövriert. Dazu ließen wir einen Mitarbeiter zum Bootsführer für Binnengewässer schulen.

Bei Erreichen des Felshorizonts wurde das Gerät auf Rotationskernbohrung mit Spülkreislauf umgerüstet.

Ergebnis
Die Kernbohrungen an Land und in der Naab liefern die Datenbasis zu Schichtenfolge, Felshorizont und Grundwasserverhältnissen im Projektgebiet. Damit steht die Grundlage für den geotechnischen Bericht und die weitere Planung des Hochwasserschutzes Schwandorf zur Verfügung.

Jonas Ritter

Ihr Ansprechpartner

Jonas Ritter
Geschäftsführer

Tel.: +49 7304 9602 – 33
E-Mail: j.ritter@geo-bohr.de

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