Spezialtiefbau – Mikropfähle
Mikropfähle in Tiefgarage –
Egerkingen (CH)
Steckbrief
Neigung: ca. 30°
Verfahren: verrohrtes Schneckenbohrverfahren
Durchmesser: DN / Ø 178 mm
Längen: bis 16 m
Geologie: stark steiniger Kies; Grundwasser ab 7 m
HIGHLIGHTS
- Nachverpressschläuche je Pfahl + Strumpf zur Kontrolle der Verpressmengen
- HD70/HD80 mit Raupenfahrwerk für steile Böschungen im Voraushub
- Stufe-V-Motoren und Bewetterung zur Einhaltung der Abgasgrenzwerte
Projektbeschreibung
Mikropfähle in der Tiefgarage Egerkingen (CH)
In Egerkingen im Kanton Solothurn wurde ein Bestandsgebäude bis auf die bestehende Tiefgarage zurückgebaut. Auf dieser Tiefgarage entsteht ein Neubau. Für die neuen Wandscheiben war eine erdbebengerechte Gründung erforderlich. Im Auftrag der Stämpfli AG Bauunternehmung stellten wir dafür verpresste Mikropfähle innerhalb der Tiefgarage her.
Projektziel
Ziel war die Herstellung einer Pfahlgründung für neue Wandscheiben des Neubaus. Zur Aufnahme der Horizontallasten aus Erdbeben wurden die Pfähle schräg mit ca. 30° Neigung ausgeführt.
Geologie und Hydrogeologie
Baugrund: stark steiniger Kies
Grundwasser: ab ca. 7 m
Projektherausforderungen
Die Arbeiten fanden vollständig im Inneren der Tiefgarage statt. Die geringe Arbeitshöhe von ca. 3,0 bis 3,5 m, enge Zufahrten und begrenzte Rangierflächen bestimmten die Ausführung und Logistik. Zusätzlich waren die Randbedingungen aus Baugrund und Grundwasser zu berücksichtigen.
Für die Einhaltung der Abgasgrenzwerte im geschlossenen Bauwerk kamen Motoren der Emissionsstufe V zum Einsatz; die Tiefgarage wurde während der Arbeiten bewettert.
Technische Umsetzung
Bohrverfahren: verrohrtes Schneckenbohrverfahren
DN / Bohrdurchmesser: 178 mm
Pfahlsystem: 64 Stk. verpresste Mikropfähle
Längen: bis 16 m
Neigung: ca. 30°
Tragglied: GEWI Ø 63,5 mm
Korrosionsschutz: doppelter Korrosionsschutz
Einbau der Tragglieder in Schusslängen à 2,5 m mit Wechsellastmuffen
Einsatz von Nachverpressschläuchen zur gezielten Nachverpressung je Pfahl
Montage eines stabilen Strumpfes zur Begrenzung von Zementabfluss und zur Kontrolle der Verpressmengen im steinigen Kies
Gerätetechnik / Logistik
Zur Erreichbarkeit der Bohrstellen über den Voraushub kamen Kleinbohrgeräte HD70 und HD80 zum Einsatz. Das ausreichend große Raupenfahrwerk ermöglichte das sichere Befahren steiler Böschungen. Für mögliche technische Ausfälle wurden zusätzliche Kleinbohrgeräte als Reserve bereitgestellt. Die Mobilisierung erfolgte mit kurzer Vorlaufzeit inklusive Verzollung und Mitarbeiterentsendung; Unterstützung vor Ort leistete die CDS Maverick GmbH.
Ergebnis
Mit den hergestellten 64 schräg eingebauten, verpressten Mikropfählen steht die Gründung für die neuen Wandscheiben des Neubaus zur Verfügung – ausgeführt unter beengten Bedingungen innerhalb der Tiefgarage und bei anspruchsvollem Baugrund.
Ihr Ansprechpartner
Geschäftsführer
Tel.: +49 7304 9602 – 33
E-Mail: j.ritter@geo-bohr.de
