Baugrunderkundung – Geotechnische Erkundung

Baugrund- und Bauwerkserkundung, Talbrücke Beratzhausen

Talbrücke bei Beratzhausen

Steckbrief

Bohrung: 3 Kernbohrungen


Endteufen: 17,30 m bis 24,00 m


Bohrverfahren: Verrohrtes Bohren DN 178 mm, Drehschappenbohrung, Seilkernbohrung DN 146 mm im Fels (untere 5 m)


Geologie: Auffüllungen, Kalk- und Dolomitstein


Ausbau: 2 Inklinometermessstellen


 

HIGHLIGHTS

  • Schrägbohrung 45° am Böschungskopf
  • Baustraße mit 30° Neigung angelegt
  • Arbeiten in direkter Nähe zum Bahnbetrieb
  • DB Projekt mit Präqualifikation

Projekt­­beschreibung

Baugrund- und Bauwerkserkundung an der Talbrücke Beratzhausen
Im Rahmen von Instandsetzungsmaßnahmen der Deutschen Bahn an der Talbrücke Beratzhausen (Str. 5850 km 25,517) führten wir logistisch herausfordernde Erkundungsarbeiten durch. Die Brücke überspannt die Schwarze Laber und liegt in einem topografisch anspruchsvollen Gelände. Ziel war es, die Ursachen für Kriechbewegungen und Setzungen im Bereich eines rund 30 m hohen Damms und der angrenzenden Stützwand exakt zu untersuchen.

Das Projekt im Überblick
Baugrund: Teils mächtige Auffüllungen, darunter Kalk- und Dolomitstein (Malm) mit Verdacht auf Karsthohlräume. Bei den dokumentierten Bohrungen wurde kein anstehendes Wasser angetroffen.
Leistungsumfang: Kernbohrungen (mit bis zu 178 mm Durchmesser), horizontale Bauwerksbohrungen sowie händisch angelegte, schmale Schürfe zur Bauwerksfreilegung.
Bohrverfahren: die unteren 5m im Fels mit Seilkern, darüber trocken mit Drehschappe.

Die geotechnischen Bohrungen im Detail
Um ein vollständiges Bild der Untergrund- und Verformungsmechanismen zu erhalten, wurden drei Hauptaufschlüsse realisiert. Alle drei Bohrungen (BK 1, BK 2 und BK 3) wurden mit einer 178-mm-Verrohrung ausgeführt, im Fels mit Seilkernrohr 146 mm:

BK 1 (45°-Neigung): 23,00 m tiefe Schrägbohrung am Böschungskopf quer zur Trasse. Nach Abschluss der Erkundung fachgerecht mit Füllbinder verfüllt.
BK 2 (Inklino 1): 24,00 m tiefe Vertikalbohrung am Böschungskopf. Zur dauerhaften Überwachung der Kriechbewegungen mit einem 50 mm PVC-Inklinometermessrohr ausgebaut und mit Füllbinder verpresst.
BK 3 (Inklino 2): 17,30 m tiefe Vertikalbohrung in der Böschungsmitte. Analog zu BK 2 mit 50 mm PVC-Inklinometermessrohr ausgebaut und mit Füllbinder verpresst.

Herausforderung: Logistik und Sicherheit
Die Maßnahme war aufgrund der örtlichen Gegebenheiten extrem fordernd. Die Arbeiten fanden in direkter Nähe zum Bahnbetrieb statt, weshalb höchste Sicherheitsvorkehrungen galten. Da die steile Dammböschung regulär kaum zugänglich war, setzten wir auf unser kompaktes Kleinbohrgerät HD70, das über eine eigens angelegte Baustraße passgenau an den schwierigen Ansatzpunkten in der Dammflanke platziert wurde. Die Baustraße war mit 30° extrem steil und wurde mit einem Schreitbagger angelegt.

Ergebnis
Mit den installierten Inklinometern, den gewonnenen Bohrkernen und den Erkenntnissen aus den Schürfen verfügt der Auftraggeber nun über eine belastbare Datenbasis für die zielgerichtete Sanierungsplanung der Stützwand.

Jonas Ritter

Ihr Ansprechpartner

Jonas Ritter
Geschäftsführer

Tel.: +49 7304 9602 – 33
E-Mail: j.ritter@geo-bohr.de

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