Spezialtiefbau – Bohrpfähle
Bohrpfahlwände Verkehrsstation Leipzig-Möckern
Steckbrief
Menge Bohrpfähle: 171
Durchmesser: 300 mm
Tiefe: 8 – 8,5 mm
Geologie: Auffüllung, Schluffe, Sand mit Grundwasser
Menge Anker: 22
HIGHLIGHTS
- Bohren mit Wasserauflast im Grundwasser
- Ankereinbau in 3 m-Schüssen, gemufft
- Geräte und Bewehrung per Hochbaukran eingehoben
Projektbeschreibung
Rückverankerte Bohrpfahlwände am Bahnhof Leipzig-Möckern
Am Bahnhof Leipzig-Möckern wird die Treppenanlage erneuert, direkt am Bahnsteig, bei laufendem Betrieb, auf engstem Raum.
Projektziel
Ziel war die Baugrubensicherung für eine neue Stützwand. Die ursprünglich geplante Spritzbetonbauweise war technisch nicht umsetzbar. Die Lösung: rückverankerte Bohrpfahlwände in zwei Ebenen.
Geologie und Hydrogeologie
Baugrund: kiesige und sandige Auffüllungen sowie pleistozäne Ablagerungen, darunter Geschiebelehm
Grundwasser ab 5,2 m unter Geländeoberkante, die untere Pfahlwand band ins Grundwasser ein
Projektherausforderungen
Die extrem beengten Platzverhältnisse bestimmten Maschinenwahl und Logistik. Wegen des Grundwassers musste teils mit Wasserauflast gebohrt werden. Der Ankereinbau war nur in kurzen 3-Meter-Schüssen möglich.
Technische Umsetzung
Bohrverfahren: Verrohrtes Bohren, teilweise mit Wasserauflast
Bohrdurchmesser: DN 300 mm
Pfahlsystem: Tangierende Bohrpfahlwände in zwei Ebenen (oben: 88, unten: 83 Pfähle)
Längen: 8,0 m und 8,5 m
Tragglied: 22 gekoppelte Dauereinstabanker DN 32 mm, Längen 12 bis 15 m
Gerätetechnik und Logistik
Wegen des Platzmangels kam ein kompaktes Kleinbohrgerät vom Typ HD60 zum Einsatz. Gerät und Bewehrung wurden per Hochbaukran eingehoben, die Betonage erfolgte über eine Betonpumpe.
Ergebnis
Trotz technischer Umplanung, Grundwasser und extremem Platzmangel wurde die Baugrube sicher und termingerecht umschlossen — Voraussetzung für den Neubau der Treppenanlage.
Ihr Ansprechpartner
Geschäftsführer
Tel.: +49 7304 9602 – 33
E-Mail: j.ritter@geo-bohr.de
