Baugrunderkundung – Geothermiebohrung
Geothermiebohrung Wiley-Gelände in Neu-Ulm
Steckbrief
Anzahl Brunnen: 4 Entnahme- und Schluckbrunnen
Tiefe: 12 m je Brunnen
Bohrverfahren: Rammkern
Bohrdurchmesser: 508 mm
Ausbau: PVC DN 250 mm mit PVC-Wickeldrahtfilter
Geologie: Auffüllungen und Kiese mit quartärem Aquifer
- Pumpversuch mit Ergiebigkeitsnachweis bis 14 l/s
- Ringraumschüttung mit Filterkies, Sandgegenfilter und Quellton
- Klarpumpen und Entsanden als Qualitätssicherung nach Herstellung
Projektbeschreibung
Entnahme- und Schluckbrunnen für das neue Lessing-Gymnasium Neu-Ulm
Auf dem Wiley-Gelände in Neu-Ulm entsteht das neue Lessing-Gymnasium, ein Schulneubau des Landkreises Neu-Ulm in nachhaltiger Holzbauweise für bis zu 1.100 Schülerinnen und Schüler. Die Energieversorgung des Gebäudes soll über die geothermische Nutzung des Grundwassers erfolgen.
Projektziel
Ziel war die Herstellung von Entnahme- und Schluckbrunnen zur Nutzung des quartären Grundwasserleiters für das Heizen und Kühlen des Schulgebäudes.
Geologie und Hydrogeologie
• Baugrund: Auffüllungen und Kiese
• Grundwasserleiter: quartäres Aquifer im Kiesbereich
Vorgehensweise
Im Vorfeld der Brunnenherstellung wurden Aufschlussbohrungen im Rammkernbohrverfahren durchgeführt. Die Bohrkerne wurden tiefengerecht in Kernkisten ausgelegt und von einem Hydrogeologen ausgewertet. Anhand des so ermittelten Bodenprofils und der hydrogeologischen Parameter wurde der Brunnenausbau festgelegt: Filterart, Tiefenbereich der Filter- und Vollrohre, Schlitzweite und Ringraumschüttung.
Anzahl Brunnen: 4 Brunnen à 12 m Tiefe (2 Entnahme- und 2 Schluckbrunnen)
Bohrverfahren: Rammkernbohrverfahren
Bohrgerät: HD180, mit einem freien Bohrdurchmesser bis 521 mm und einem Verrohrungsdrehtisch mit 53 kNm ideal für Brunnenbohrungen mit 508 mm Durchmesser
Bohrdurchmesser: 508 mm
Ausbau: PVC DN 250 mm mit PVC-Wickeldrahtfilter
Ringraumschüttung: Filterkies, Sandgegenfilter und Quellton
Brunnenbau und Pumpversuch
Nach der Herstellung wurden die Brunnen klargepumpt und entsandet. Der abschließende Pumpversuch bestätigte die Ergiebigkeit des Aquifers mit bis zu 14 l/s.
Ergebnis
Die vier Brunnen liefern die Grundlage für die geothermische Energieversorgung des Schulneubaus. Grundwasser aus dem quartären Aquifer wird zum Heizen und Kühlen des Gebäudes genutzt, klimafreundlich und dauerhaft.
Ihr Ansprechpartner
Geschäftsführer
Tel.: +49 7304 9602 – 33
E-Mail: j.ritter@geo-bohr.de
