Spezialtiefbau – Kunstharzinjektion
Arteser-Abdichtung Kirchanschöring
Steckbrief
Tiefe: 4 m
Geologie: Deckschicht eines gespannten Grundwasserleiters, bindige Deckschichten über pleistozänen Terrassensedimenten
HIGHLIGHTS
- Schadensabwehr am Bahndamm unter Zeitdruck
- Verpresslanzen direkt um das Bohrloch gerammt
- 2-K-Polyurethanharz mit verkürzter Reaktionszeit
Projektbeschreibung
Die Arteser-Abdichtung an der Bahnunterführung Kirchanschöring
Im Rahmen der Baugrunderkundungen für die Ausbaustrecke (ABS) 38 wurden an einer Bahnunterführung in Kirchanschöring Erkundungsbohrungen durchgeführt.
Projektziel
Bei den Bohrarbeiten wurde die Deckschicht eines gespannten Grundwasserleiters angebohrt. Ziel der Akutmaßnahme war es, den plötzlichen, artesischen Wasseraustritt umgehend zu stoppen und so drohende Ausspülungen und Schäden am Bahndamm zu verhindern.
Geologie und Hydrogeologie
Baugrund: Deckschicht (ca. 4 m stark).
Grundwasser: Gespannter Grundwasserleiter (artesisch), bei dem das Wasser über die Geländeoberkante austrat.
Projektherausforderungen
Die Situation erforderte ein sofortiges Abdichtungskonzept. Die größte technische Herausforderung bestand darin, ein Dichtmittel so einzubringen, dass es nicht durch die hohe Auftriebsgeschwindigkeit des Wassers sofort wieder aus dem Bohrloch gespült wird.
Technische Umsetzung & Logistik
Verfahren: Händisches Einrammen von Verpresslanzen aus Stahlrohren rund um das Bohrloch.
Einbindetiefe: Bis unter die Unterkante der Deckschicht in ca. 4 m Tiefe.
Material: 2-Komponenten-Polyurethanharz.
Verpressung: Die Reaktionszeit der beiden Harz-Komponenten wurde extrem kurz eingestellt. Dadurch schäumte das Material sofort auf und dichtete ab, bevor das strömende Wasser es nach oben fördern konnte.
Ergebnis
Der artesianische Wasseraustritt wurde durch das schnelle Einrammen der Lanzen und die exakt getaktete Harzverpressung erfolgreich gestoppt. Um auch letzte Restundichtigkeiten dauerhaft zu verschließen, wurde der Verpressvorgang noch einmal wiederholt. Schäden am Bahndamm konnten durch diese Maßnahme abgewendet werden.
Ihr Ansprechpartner
Geschäftsführer
Tel.: +49 7304 9602 – 22
E-Mail: b.klock@geo-bohr.de
